Botulinum ist die Bezeichnung eines Proteins (Gewebeeiweiß), das von dem Bakterium Clostridium botulinum ausgeschieden wird. Der Wirkstoff ist bereits seit über hundert Jahren bekannt. Die Anwendung bei Bewegungsstörungen, Krämpfen der Augenmuskeln und Spastizität – dauerhafte Muskelkrämpfe, angeboren oder nach Schlaganfall – ist wissenschaftlich erforscht.

Die Wirkung des Eiweißstoffes beruht auf der Hemmung der Signalübertragung von Nervenzellen. Das wird bei der Faltenbehandlung für die Rückbildung mimischer Gesichtsfalten – namentlich der Zornesfalten (Glabellafalten) und der sog. Krähenfüße – nutzbar gemacht. Mimische Muskeln werden entspannt, wodurch die Haut nach Durchlaufen des natürlichen Erneuerungszyklus von 6 Wochen mit weniger Falten und in einigen Fällen sogar faltenfrei nachwächst.