Diese Methode hat in den vergangenen 15 Jahren als sogenannte Einzelhaar-Entnahme von sich reden gemacht. Es werden in Wirklichkeit nicht einzelne Haare, sondern sogenannte follikuläre Einheiten (FU) aus der betäubten behaarten Kopfhaut entnommen. Für diese Methode der Haargewinnung muss das Haarspendergebiet auf eine Haarlänge von 1 mm rasiert werden. Eine Haartransplantation kann so nicht unauffällig erledigt werden. Die umgebende Haut der follikulären Einheiten wird mit einem oszillierenden Präzisionsbohrer angeschnitten und mittels Pinzette und Schere werden die FU´s herausgehoben. Man kann in einer großen operativen Sitzung alle vorhandenen Haare ausdünnen und gleichmäßig auf Kahlflächen verteilen. Dafür müssen alle Kopfhaare auf 1 mm gekürzt werden. Im Resultat (evtl. nach einer zweiten Sitzung) wachsen die Haare in gleicher Dichte. Der Patient hat keine geradlinige Narbe. Dieser Variante sind Grenzen gesetzt, sonst lichtet das Spendergebiet aus und es sieht nach „Mottenfraß“ aus.

Die gesamte Schnittlänge der runden Bohröffnungen ist ca. 15 mal länger als bei der Streifenentnahme. Damit werden entsprechend mehr Transplantate blind durchtrennt. In Abhängigkeit von der Welligkeit der Haare werden bei dieser Entnahmetechnik auch von geübten Experten zahlreiche Haare bei der Bohrung blind durchschnitten. Darum müssen mehr Bohrungen durchgeführt werden als Transplantate geplant sind. Die gewonnen Transplantate haben durchschnittlich weniger Fettgewebe im Bereich der Follikel und damit weniger Stammzellen in ihrer Einbettung. Darum ist die Anwachsrate geringer. Die Methode ist aufwendiger und teurer. Die Effektivität dieser Methode ist aus den genannten Gründen geringer als die der FUT-Methode.